A+A direct Arbeitsschutz + Arbeitssicherheit GmbH

Normen

Europäische Normen und Richtlinien für Persönliche Schutzausrüstungen:



Allgemeines:

Die Regierungen der Europäischen Gemeinschaft haben Gesetze zur Harmonisierung der Normen und Richtlinien für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in Kraft gesetzt.
Alle in der EG seit dem 01. Juli 1995 in den Handel gebrachten persönlichen Schutzausrüstungen müssen die Kriterien der Direktive 89/686/EC erfüllen.

Die Schutzhandschuhe von A+A direct entsprechen selbstverständlich den Kriterien dieser EG- Richtlinie.
Doch unsere Maßstäbe orientieren sich nicht nur an deren Mindestanforderungen: Es ist vielmehr unser Ziel, weitaus höhere Ansprüche an Qualität und Leistung unserer Produkte zu erfüllen und diese konsequent weiter zu entwickeln.

Kategorisierung der Produkte:

Kategorie I: Einfaches Design für minimale Risiken. Es bestehen geringe Risiken und Schutzanforderungen.
Das CE-Kennzeichen besteht lediglich aus den Buchstaben CE.

Kategorie II: Professionelles Design für mittlere Risiken. Schutz z. B. gegen mechanische Gefährdung. Diese Produkte unterliegen einem Typentestverfahren zur Sicherstellung der Konformität mit den entsprechenden europäischen Normen. Die CE-Kennzeichnung besteht aus den Buchstaben CE und dem Piktogramm zu den getesteten europäischen Normen.

Kategorie III: Komplexes Design für hohe Risiken. Schutz gegen irreversible Schäden und tödliche Gefahren, z. B. Schädigungen durch chemische Gefahren. Diese Produkte werden unter Laborbedingungen einem Typentestverfahren durch nationale Zulassungsstellen unterzogen und unterliegen zusätzlich einer EG-Qualitätskontrolle.
Die CE-Kennzeichnung besteht aus den Buchstaben CE zusammen mit der Kennnummer des Prüf- und Überwachungsinstitutes und den Pictogrammen der betreffenden EN Normen.

Europäische Normen (EN) für Schutzhandschuhe:

EN 420 Allgemeine Anforderungen für Schutzhandschuhe:

Definiert werden die allgemeinen Anforderungen nahezu aller Schutzhandschuhe hinsichtlich:

  • Produkt- und Verpackungsinformation
  • Kennzeichnung
  • Design und Konstruktion
  • Eignung und Einsatzzweck
  • Handschuhgrößen
  • Komfort und Leistungsfähigkeit
  • Unschädlichkeit
  • Lagerung

EN 374 Handschuhe zum Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen:

EN 374-2 Penetrationsprüfung (Durchdringung auf nicht molekularer Ebene):

Widerstand gegen Penetration von Chemikalien und/oder Mikroorganismen durch poröse Stellen, Nähte, Nadellöcher etc. Die Penetration wird durch einen Luft- und/oder Wasserlecktest ermittelt.
Die Prüfung erfolgt anhand des AQL-Wertes (Wert der akzeptablen Qualitätsebene).

AQL-Wert

< 4,0

< 1,5

< 0,65

Leistungsebene

1

2

3






Ein Handschuh mit diesem Piktogramm erfüllt mindestens die Leistungsebene 2 des Penetrationstests und schützt vor Mikroorganismen (Bakterien, Pilze).

EN 374-3 Permeationsprüfung (Durchdringung auf molekularer Ebene):

Widerstand gegen Permeation von Chemikalien durch den Schutzhandschuh auf molekularer Ebene.
Entsprechend der Norm wird die Durchbruchzeit der Angriffschemikalie mit dem Permeationsindex angegeben.

Durchbruchzeit in Minuten höher als:

10

30

60

120

240

480

Permeationsindex:

1

2

3

4

5

6





EN 388 Handschuhe zum Schutz vor mechanischen Risiken:
 abcd
a: Abriebfestigkeit: Stufe 0 - 4
b: Schnittfestigkeit: Stufe 0 - 5
c: Weiterreißfestigkeit: Stufe 0 - 4
d: Stichfestigkeit: Stufe 0 - 4

  • Fallschnittfestigkeit:

    bestanden oder nicht bestanden
  • Statische Elektrizität:

    bestanden oder nicht bestanden

EN 407 Handschuhe zum Schutz vor thermischen Risiken:
 abcdef
a: Brandfestigkeit: Stufe 0 - 4
b: Kontakthitzefestigkeit: Stufe 0 - 4
c: Konvektionshitzefestigkeit: Stufe 0 - 4
d: Strahlungshitzefestigkeit: Stufe 0 - 4
e: Festigkeit gegen kleine Schmelzmetallspritzer: Stufe 0 - 4
f:  Festigkeit gegen große Schmelzmetallspritzer: Stufe 0 - 4

EN 421 Handschuhe zum Schutz vor ionisierender Strahlung und radioaktiver Kontaminierung:

  • Radioaktive Kontaminierung:

    Für den Schutz vor einer radioaktiven Kontaminierung muss der Handschuh Wasserdicht sein und die Penetrationsprüfung nach EN 374-2 bestehen.
  • Ionisierende Strahlung:

    Für den Schutz vor einer ionisierenden Strahlung muss der Handschuh einen bestimmten Anteil an Blei oder eines gleichwertigen Metalls enthalten.

EN 511 Handschuhe zum Schutz vor Kälte:
 
abc
a: Konvektionskältefestigkeit: Stufe 0 - 4
b: Kontaktkältefestigkeit: Stufe 0 - 4
c: Wasserfestigkeit: Stufe 0 - 1

Schutzhandschuhe geeignet zur Verarbeitung von Lebensmitteln: